Cameron empfiehlt Spaziergänge als Ergänzung zu den Morgenseiten. Zwanzig Minuten am Tag, allein, ohne Kopfhörer. Nicht als körperliche Übung, sondern als kreative Übung. Weil Gehen etwas bewirkt, was keine andere Aktivität bewirkt.

Cameron empfiehlt Spaziergänge als Ergänzung zu den Morgenseiten. Zwanzig Minuten am Tag, allein, ohne Kopfhörer. Nicht als körperliche Betätigung, sondern als kreative Übung. Weil? Denn Gehen bewirkt etwas, was keine andere Aktivität kann: Es bringt den Körper in Bewegung, während der Geist frei ist.

Was die Wissenschaft bestätigt

Eine 2014 veröffentlichte Stanford-Studie zeigte, dass Gehen die Kreativität im Durchschnitt um 60 % steigert. Egal, ob im Park oder auf dem Laufband: Allein das Gehen öffnet mentale Kanäle, die das Sitzen nicht öffnet.

Der Mechanismus ist einfach: Beim Gehen gerät das Gehirn in einen Zustand der „diffusen Aufmerksamkeit“ – man ist nicht auf etwas Bestimmtes konzentriert, schläft aber auch nicht. Es ist der ideale Zustand für unerwartete Verbindungen, neue Ideen und Lösungen für Probleme, die seit Tagen feststecken.

„Alle großartigen Ideen, die ich jemals hatte, kamen mir beim Gehen.“

– Julia Cameron

Wie man einen kreativen Spaziergang macht

Regel 01

Keine Kopfhörer

Wenn Sie Musik oder einen Podcast abspielen, füllen Sie den Raum, den Ihr Geist braucht, leer. Stille – oder die Geräusche der Umgebung – sind Teil der Übung.

Regel 02

Kein festes Ziel

Gehen Sie nicht irgendwohin. Gehen Sie, nur um zu gehen. Lassen Sie Ihre Füße die Richtung bestimmen. Zwecklosigkeit ist es, die den Geist abschweifen lässt.

Regel 03

allein

Genauso wie das Date mit dem Künstler funktioniert der kreative Spaziergang am besten alleine. In Gesellschaft sprichst du. Allein, denkst du.

„Gehen ist die älteste Form der Meditation. Und die kreativste.“

Wann gehen?

Nach den Morgenseiten ist der ideale Zeitpunkt. Sie haben Ihren Geist zu Papier gebracht und nun setzen Sie ihn in die Tat um. Die Ideen, die Sie auf den Seiten gepflanzt haben, können beim Gehen keimen. Das berichten viele Künstler, die Camerons Methode folgen Die besten Ideen kommen Ihnen in den ersten fünf Minuten des Spaziergangs.

Wenn Sie morgens nicht können, reicht es jederzeit. Wichtig ist, dass es täglich ist, auch wenn es nur fünfzehn Minuten sind. Ihr Gehirn braucht diese Zeit zum Wandern genauso viel, wie Ihr Körper sich strecken muss.

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